Bruttokaltmiete

Ist eine Miete, bei der die Betriebskosten nicht gesondert als Vorschuss ausgewiesen, sondern in der Miete enthalten sind.

Heizkosten werden entweder selbst durch den Mieter getragen (Ofenheizung, Gasetagenheizung) oder als Heizkostenvorschuss gesondert erhoben.

Bei einer Bruttokaltmiete werden die Betriebskosten nicht abgerechnet. Nur wenn der Mietvertrag eine besondere Klausel („Öffnungsklausel“) enthĂ€lt, welche die Weitergabe von Betriebskostensteigerungen ermöglicht und außerdem eine Betriebskostenpauschale als Bestandteil der Bruttokaltmiete gesondert ausgewiesen ist, dann kann der Vermieter Erhöhungen der allgemeinen Betriebskosten gemĂ€ĂŸ § 560 BGB als Mieterhöhung geltend machen.

Bei einer Bruttokaltmiete bezieht sich eine Mieterhöhung gemĂ€ĂŸ §§ 558 ff. BGB auf die vereinbarte Mietzinsstruktur. Die so genannte Kappungsgrenze von 20 % innerhalb von 3 Jahren berechnet sich daher aus der Bruttokaltmiete. Die allgemeine Mieterhöhung bei Bruttokaltmieten fĂ€llt daher immer wesentlich höher aus.